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Materialfluss-Roboter - Mechatronik pur!

Selbstständig navigierende Förderroboter, die sich jeglicher Transportaufgabe eigenständig anpassen und gegebenenfalls auch kooperieren, sind ein Produkt mechatronischer Höchstleistung.



Diese Roboter werden unter dem Akronym KARIS von zwölf namhaften Unternehmen aus Baden-Würtenberg, dem KIT Karlsruhe und der Universität Freiburg entwickelt.

Sie erkennen Hindernisse und umfahren sie, stehen in ständigem Kontakt untereinander und schließen sich zu sogenannten "Clustern" als Verbund zusammen, um ein größeres oder schwereres Produkt zu transportieren.

Damit ersetzen die Materialfluss-Roboter starr installierte Rollenförderer, Bandförderer oder andere auf festgelegten Bahnen fahrende Flurförderzeuge - ähnlich wie ein Auto eine Straßenbahn ersetzen kann. Sie besitzen elektrisch angetriebene Förderrollen an der Oberseite, um das Transportgut an Docking-Stationen aufzunehmen bzw. wieder abzugeben. Außerdem bilden speziell geformte Antriebsräder an der Unterseite ein Fahrwerk, das ohne Wenden in jede Richtung fahren oder sich drehen kann.

Die Roboter arbeiten ohne eine zentrale Steuerung. Sie entscheiden selbständig - nur aufgrund der Angabe von Gewicht und Größe des Transportgutes, ob sie alleine oder im Verbund die Aufgabe bewältigen können. Sie stehen in Kontakt zueinander, um zu erfahren, wieviele ihrer "Kollegen" gerade selber "beschäftigt" bzw. "frei" sind.

Die Vorteile dieser neuen Technik liegen auf der Hand: Ein Produktionsunternehmen muss sich nicht mehr für unterschiedlich große oder schwere Produkte teure Flächen mit fest installierter Fördertechnik "vollstellen".

 

 

 

 

Bildnachweis: http://www.ifl.kit.edu/download/forschungsprojekte/karis


Weiterführende Weblinks:
Homepage des KIT
Seite des Projekts KARIS

Kategorie: Rund um Mechatronik
Meldung vom 30.05.2011